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#Viersenbluehtauf

#Viersenbluehtauf - Motiv 5 - brauchtum


„Von Mutter zu Tochter und gemeinsam für alle!“

Ingeborg Gartz (80) leitet als Obermöhne die starke Frauentruppe der Dreistadtmöhnen Dülken und hat sich mit Herz, Hand und Verstand der Brauchtumspflege verschrieben.


Frau Gartz, worauf freuen Sie sich am meisten, jetzt, wo man sich wieder treffen darf?
Auf unsere Ausflüge und darauf, wieder gemeinsam „Gloria Tibi Dülken“ zu singen und das Rathaus in Dülken zu stürmen. Was ich auch vermisst habe, ist das gemeinsame Singen von Karnevalsliedern in den Altenheimen. Es macht einfach Freude, Freude zu schenken.

Als Obermöhne stehen Sie den Dreistadtmöhnen aus Dülken vor – wie kam es zu der Aufteilung der Viersener Stadtteile?
In der Session 1994/95, also vor 26 Jahren, waren mein Mann und ich das Prinzenpaar. Damals haben sich die Dreistadtmöhnen aus den Viersener Ratsfrauen heraus gebildet. Schon bald war der Zuspruch so groß, dass sie sich nach Stadtteilen aufteilen mussten. Die Viersener Ratsfrauen Gisela Strafer und Ute Sips haben in Dülken gestartet, das habe ich übernommen, mittlerweile zählen wir alleine in Dülken circa 80 Möhnen. Margret Meyer hat die Süchtelner Möhnen zusammengerufen und führt sie immer noch. In Viersen hat das Gründungsmitglied und damalige Bürgermeisterin Marina Hammes begonnen, jetzt hat Charlotte Braun dort den Möhnenhut auf.

Was ist das Geheimnis Ihres beständigen Zulaufs?
Das Möhnentum wird jeweils von der Mutter an die Tochter und damit an die nächste Generation weitergegeben. Zu unseren Treffen, Hilfsaktionen und Touren – etwa zum Möhnesee – bringen Mütter ihre Töchter und Freundinnen mit, die so das Gemeinschaftsgefühl, die Hilfsbereitschaft und vor allem den Spaß der Möhnen kennenlernen. Bei Ausflügen passen wir manchmal gar nicht alle in einen Bus, so viele sind wir.


Mehr zu den Möhnen unter > https://dreistadtmoehnen-duelken.de/


Unsere Tradition: Froher Lebensgenuss

Dr. Arie Nabrings (69) war Archivar und steht heute der ehrwürdigen Dülkener Narrenakademie vor. Deren Senat behandelt auf seinen Sitzungen ernste und nicht ganz so ernste Fragen.


Herr Dr. Nabrings, verraten Sie uns, wie die Dülkener Narren gut durch Krisenzeiten kommen?
Die Dülkener Narrenakademie bewahrt seit jeher eine Tradition heiterer Gelassenheit. Andere sprechen auch von einer Tradition frohen Lebensgenusses. Beide Einstellungen helfen, Krisen zu meistern und öffnen einem buchstäblich die Augen für die schönen Augenblicke. So lautet unser Wahlspruch Carpe diem, Genieße den Tag!
Ganz allgemein gesprochen, gibt Brauchtum Menschen viel von dem, was sie trägt: Orientierung, einen Lebensrhythmus – und etwas, das sie mit anderen Menschen verbindet. Brauchtum ist der Anker im Hafen der Heimat. Wir pflegen es und wünschen, es an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.

Persönlich hat sich der Senat der Narrenakademie zuletzt im Juli 2020 getroffen – wie haben Sie die Zeit überbrückt und was tun Sie jetzt, um das Brauchtum wieder mit Leben zu erfüllen?
Unsere Senatorenrunde hat sich mit Digitalsitzungen beholfen und als Lebenszeichen an die Mitglieder haben wir die Kuriosa der Narrenakademie herausgegeben. Und wir haben die Narrenmühle mit ihrem Museum grundsaniert.
Allerdings hat uns der persönliche Austausch schon sehr gefehlt. Nun nehmen wir vorsichtig den roten Faden wieder auf, denn auch wenn uns Corona noch weiter begleitet, kann das Leben nicht dauerhaft stillstehen.


Mehr zur Narrenmühle und zur Narrenakademie unter > www.die-narrenmuehle.de/


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